Gardena Mähroboter R40Li – Die Inbetriebnahme

Heute nun der zweite Teil unseres Reviews über den neuen Gardena Mähroboter R40Li. Im ersten Teil haben wir euch das Unboxing gezeigt, heute geht es darum den Mähroboter in Betrieb zu nehmen. Das ist gar nicht so schwierig, es müssen aber ein paar Vorbereitungen getroffen werden.

Dies sind:

  • Aufstellen der Ladestation
  • Aufladen des R40Li
  • Verlegen des Begrenzungskabels
  • Verlegen des Suchkabels

Aber zuerst: Macht euch einen Plan

Wir beginnen am besten mit einer groben Skizze des Gartens, in der wir den Verlauf der Kabel und den Standort der Ladestation einzeichnen.

Rot: Begrenzungskabel – Blau: Suchkabel – L: Ladestation

Aufstellen der Ladestation und Laden des R40Li

Während wir das Begrenzungs- und Suchkabel verlegen werden, darf der Mähroboter schon mal ein wenig Energie tanken.
Dazu schließen wir Ladestation mit dem mitgelieferten Kabel an eine Außen- oder anderen geeigneten Steckdose an. In unserem Fall haben wir dem Strom aus einer Steckdose im Gartenhaus genommen.

Der Aufstellungsort der Ladestation sollte so gewählt werden, dass links und rechts von ihr 1,5 Meter und davor 2 Meter Platz ist, damit der Mähroboter ungehindert einparken kann. Außerdem sollte sie möglichst schattig und nicht in Reichweite von Gartensprengern stehen. Eine Regendusche macht ihr aber natürlich nichts aus

Verlegen des Begrenzungskabels

Das Begrenzungskabel dient dazu, den zu mähenden Bereich zu definieren. Die Sensoren des Mähroboters erkennen beim Überfahren das Kabel und lassen ihn wenden.
Das Verlegen des Begrenzungskabels ist einfach. Von der Ladestation ausgehend wird das Kabel so verlegt, dass es die zu mähende Fläche in einem Stück umschließt, also am Ende wieder an der Ladestation ankommt.

Da der Mähroboter das Begrenzungskabel um 28 cm überfährt bevor er die Richtung ändert, sind folgende Anstände zu Rändern oder Hindernissen einzuhalten. Hierbei ist dann auch dieses migelieferte Papplineal sehr hilfreich.

  • 5 cm bei ebenen Übergängen z.B. bei Gehwegen, der Mähroboter überfährt das Kabel und benutzt den Gehweg zum wenden.
  • 20 cm z.B. bei Beeten. Der Mäher fährt bis an den Rand fährt aber nicht bis ins Beet hinein.
  • 30 cm wenn Hindernisse umfahren und nicht berührt werden soll, z.B. Wände oder Büsche.

Das Kabel wird mit den beiliegenden Erdnägeln im Boden verankert. Alle 70 cm sollte man einen Nagel setzen, bei unebenen Böden entsprechend mehr, damit es plan am Boden anliegt. Das Kabel kann natürlich auch direkt im Boden (max. 10 cm tief) verlegt werden, um das Verhalten des Mähers aber erst einmal zu testen und um die Lage des Kabels ggf. noch zu korrigieren, sollte man es erst später unterirdisch verlegen.

Inseln schaffen

Gibt es auf der zu mähenden Fläche Pflanzen oder Gegenstände, die nicht über- oder angefahren werden sollen, muss eine sogenannte Insel geschaffen werden.

Wie das aussieht könnt ihr in u.a. in unserem Video sehen. Wichtig dabei ist dass das Kabel, welches zur Insel hinführt und jenes das wegführt, eng nebeneinander liegen, denn so ignoriert es der Mäher und kann drüberfahren. Benutzt dazu also nur einen Erdnagel für beide Kabel.

Verlegen des Suchkabels

Das Suchkabel dient dazu den Mähroboter, wenn die Mähzeit zuende ist, oder wenn der Akku leer ist, wieder sicher zur Ladestation zu leiten. Es verläuft dabei idealerweise von der Ladestation zur gegenüberliegenden Seite und wird dort mit dem Begrenzungskabel verbunden. Um es mit dem Begrenzungskabel zu verbinden, haben wir vorher eine Schlaufe gelassen. An ihr durchtrennen wir das Begrenzungskabel und verbinden die beiden Enden mit dem Ende des Suchkabels. Dazu alle drei Kabelenden in den wasserdichten Verbinder stecken und mit der Zange zudrücken.

Anschluss der Kabel an die Ladestation

Das Suchkabel schieben wir vorne durch das Loch in der Ladestation nach hinten durch. Dort bringen wir erstmal die mitgelieferte Stecker an den Kabelenden an: Das Kabel in den Stecker legen und mit der Zange zuklippsen. Die Stecker jetzt auf den richtigen Steckplatz stecken. Das Suchkabel auf den, der mit Guide beschriftet ist, das von links kommende Begrenzungskabel auf den linken, das von rechte kommende auf den rechten Steckplatz stecken. Ist alles richtig angeschlossen, leuchtet in der Ladestation die Kontroll-Leuchte grün. Jetzt kann man die Ladestation mit den drei Schrauben im Boden verankern.

Der erste Start

Bevor der Kleine seine Arbeit aufnehmen kann, müssen wir noch Sprache, Datum und Uhrzeit und die Mähzeiten einstellen. Das machen wir über die Kommandozentrale unter der Klappe. Diese öffnet man in dem man auf die große rote Stopp-Taste drückt. Das große Drehrad über dem Bedienfeld dient dazu, die Mähhöhe (1 – 5 cm) einzustellen. Während des Mähbetriebs stoppt die rote Taste übrigens auch den Mähroboter.

Ist alles eingestellt drückt man die Taste Start und der R40Li nimmt seine Arbeit auf. Beim allerersten Mal fährt er zuerst das Suchkabel komplett ab und beginnt am anderen Ende mit dem Mähen.

Diebstahlschutz

Der R40Li ist mit einer Diebstalsicherung ausgestattet, die je nach Einstellung sofort Alarm schlägt, wenn Jemand den Rasenmäher anhebt. Abstellen kann man diese nur mit einem 4stelligen Pinncode, oder man wartet bis der Akku leer ist, aber das kann dauern und schmerzt in den Ohren.

Der R40Li mäht nach dem Chaosprinzip, dass heißt er fährt kreuz und quer durch den Garten bis er diesen komplett gemäht hat. Eine Akkuladung reicht ungefähr für eine Stunde, danach fährt er dann selbständig in die Ladestation zurück und tankt ca. 80 bis 100 Minuten wieder auf.

Der Rasen wird gemulcht, der Rasenschnitt bleibt also auf dem Rasen liegen und dient als Dünger, daher ist es auch wichtig, das er fasst jeden Tag mäht, damit der Rasen nicht zu lang wird. Großen Hindernissen weicht er dabei aus, denn er hat rundherum Aufprallsensoren, stößt er auf ein Hinderniss, stoppt und wendet er. Trotzdem sollten natürlich keine Kinder oder Haustiere während des Mähens auf dem Rasen sein. Auch Spielzeug oder Gartengeräte mag der R40Li nicht.

Unser erstes Fazit

Die Inbetriebnahme des Mähroboters war kinderleicht. In unserem Video erklären wir alle Schritte noch einmal genau. Er hat jetzt schon etwa eine Woche bei uns gearbeitet und das bei Wind und Wetter und auch am Wochenende. Letzteres ist kein Problem, denn er ist bei seiner Arbeit sehr leise.

Der Rasen ist akkurat gemäht, lediglich die Kanten muss man, wie bei jedem anderen Rasenmäher auch per Hand schneiden, ansonsten können wir uns darauf verlassen, dass der R40Li uns die größte Arbeit beim Rasenmähen abnimmt. Das Schöne dabei ist auch, dass wir keinen Rasenschnitt mehr haben, denn den benutzen wir ja jetzt als Dünger.

Wir werden hier natürlich noch weiter berichten wie der Kleine sich bei uns macht.

Solltet ihr noch Fragen haben, schreibt sie in die Kommentare, wir beantworten sie gerne, oder besucht die Seite von Gardena.

Wen wir bereits vom R40Li überzeugen konnten, der kann ihn hier direkt bei Amazon bestellen und sich kostenlos ins Haus liefern lassen.

Links

Gardena R40li bei Amazon kaufen
Zubehör und Ersatzteile bei Amazon kaufen

11 Gedanken zu „Gardena Mähroboter R40Li – Die Inbetriebnahme

  1. Hallo Holger und Gunnar,

    Super Video! Toll, dass ihr euch soviel Arbeit macht und dabei professionelle Videos herauskommen!
    (bekommt ihr eigentlich Geld von Gardena für soviel authentische Werbung?) ;)

    ich bin kurz davor mir den Gardena R40Li zuzulegen. Ich würde vorher gerne noch folgendes wissen:

    1) Stromverbrauch
    der wird mit 7 kWh/Monat angegeben (Strompreis ~23Ct/kwh = 1,61€/Monat)
    Wie zuverlässig ist diese Angabe?
    Wenn man den Mäher jeden Tag fahren lässt, kann dann wirklich ein so geringer Verbrauch realistisch sein?

    2) Betrieb bei Regen
    In der Werbung wird behauptet, dass der Gardena R40Li auch bei Regen fahren kann. Bei leichtem Nieselregen stimmt das sicherlich, aber was ist wenn es wirklich mal heftig schüttet?
    In Deutschland leben wir ja dank des „Klimawandels“ mittlerweile fast in einer Tropenzone (heftige Regenschauer/Sommergewitter) – ab welcher „Regendichte“ sollte man den Roboter lieber in seiner Station lassen?

    3) Aufstellort der Ladestation
    Aus dem oben genannten Grund würde ich die Station auch lieber an einem überdachten Platz aufstellen. Unsere Terrasse ist teilweise überdacht. Ist es möglich, die Station 1-2 Meter von der Rasenkante entfernt auf Steinboden zu platzieren?
    Was sollte ich dabei beachten?
    Sicherlich, die Verlegung der Kabel ist wahrscheinlich etwas problematisch, könnte man aber noch hinbekommen.

    4) Mähzeit
    Ihr sagt im Video, dass Ihr den Roboter fast täglich mäht. Wieviel Stunden pro Tag lasst Ihr ihn fahren?
    Wenn sich kein Spielzeug/Werkzeug/Kinder/Hunde/Hamster/Karnickel auf dem Rasen rumtreiben darf, während Robo täglich (stundenlang) fährt, na wann kann ich meinen Rasen denn dann überhaupt benutzen??
    …na gut, er rast ja jetzt nicht im Affenzahn über das Grün, daher wird das vermutlich irgendwie zu händeln sein.

    1. Es freut uns, das dir das Video und der Mähroboter gefallen.

      Zu deinen Fragen:
      Nein, wir bekommen kein Geld von Gardena und Gardena nimmt auch keinen Einfluss auf den Inhalt des Reviews.

      Zum Stromverbrauch
      Da wir den R40Li erst seit gut 3 Wochen im Betrieb haben, können wir zu den Verbrauchswerten noch keine eigenen Erfahrungswerte beisteuern und müssen uns auch auf die Angaben von Gardena verlassen. Es liegt ja nicht im Interesse von Gardena hier zu flunkern. Der geringe Verbrauch liegt auch am Mähprinzip des R40Li. Der Motor mit den kleinen Messern braucht nur sehr wenig Kraft zum Abschneiden der Spitzen. Ein herkömmlicher E-Mäher muss sich da schon mehr ins Zeug legen, denn den wenn man mit dem ein Mal die Woche oder noch seltener mäht, dann muss der einiges an Kraft aufwänden, um die Grasbüschel abzuschlagen. Ein normaler Rasenmäher schneidet nämlich im Gegensatz zum Roboter das Gras nicht, sondern schlägt es, ähnlich wie wenn man sich mit einer Machete durch den Urwald kämpft, ab und das kostet Kraft.

      Der Verbrauch des Mähroboters kann allerdings etwas steigen, wenn dein Grundstück viele Steigungen hat. Betrachte die Angaben von Gardena einfach als Durchschnittswert.

      Regenbetrieb
      Das ist überhaupt kein Problem. Unser R40Li steht bei jedem Wetter draußen und mäht auch bei Regen. Das macht ihm nichts aus.

      Der Aufstellungsort
      Theoretisch kannst du die Ladestation auch auf die Terrasse unters Dach stellen, wenn der Mähroboter da ungehindert hinfahren kann, aber aus o.g. Gründen musst du das nicht tun. Ich seh da aber eher ein ästhetisches Problem mit den Kabeln, die du dann nicht unter die Terrassen-Platten legen kannst, sondern auf den Steinen befestigt musst. Außerdem brauchst du links und rechts 150cm und vorne 200cm Platz, damit der kleine ungehindert einparken kann.

      Spielzeug/Werkzeug/Kinder/Hunde/Hamster/Karnickel
      Liegt das Alles bei dir auf dem Rasen rum? ;)
      Wir haben ja schon demonstriert, das er bei größeren Gegenständen anstößt und zurückfährt. Das macht er übrigens ziemlich sanft. Leichtere Sachen würde er wegschieben, wenn sie rutschen können. Flache Sachen überfährt er, wobei Papier geschreddert würde, härtere Gegenstände aber die Messer beschädigen könnten.
      Tiere achten in der Regel selbst auf ihr wohl und nehmen reis aus.
      Nur deine Kinder solltest du nicht zusammen mit dem Mäher auf der Wiese spielen lassen.

      Wir sehen, es gibt noch einige offene Fragen und wir werden deshalb sicher hier auch noch öfter vom R40Li berichten.

      Wenn Du ihn dir tatsächlich zulegst, dann würden wir uns sehr über einen kleinen Erfahrungsbericht freuen, den wir hier natürlich auch veröffentlichen können, wenn du das möchtest. Weitere Fragen beantworten wir dir natürlich auch gerne.

  2. Hallo Holger,

    vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten!

    Stromverbrauch
    aha, wieder was gelernt. Ich bin bei solchen Angaben halt eher skeptisch. Ich schätze, die Angaben von Gardena bewegen sich dann eher im unteren Bereich und werden nur erreicht wenn der Mäher unter optimalen Bedingungen läuft. Aber auch wenn der Verbrauch doppelt so hoch wäre (14 kWh), wäre das noch vertretbar.
    Bei Deiner Erklärung stellt sich mir aber eine weitere Frage:
    Wie hoch darf das Gras maximal sein, wenn der R2D2, äh… R40Li erstmalig zum Einsatz kommt? Da sollte ich wohl lieber mit dem Benziner vorher alles kurz mähen – ist u.a. wegen des Mulchens vermutlich sowieso Voraussetzung.

    Ja, das mit den Kabeln auf den Steinen habe ich schon bedacht. Ist halt nicht so schön. Allerdings ist der einzig sinnvolle Aufstellort die Terrasse. Ansonsten müsste ich noch einiges an Stromkabel verlegen. Weiss noch nicht genau, wie ich das letztendlich löse…

    Nein! Unserer Rasen ist frei von jeglichem „Unrat“, und Enkelkinder kommen nur gelegentlich zu Besuch auf den Rasen (es handelt sich um den Garten meiner Eltern und eigene Kinder sind bisher noch nicht realisiert! ;)
    Aber unsere frührere Katze wäre bestimmt nicht glücklich gewesen über so einen Eindringling in ihr Revier! (der Staubsauger war auch nie der beste Freund…)

    Eigentlich habe ich schon entschieden, den kleinen Robo zu kaufen, bisher habe ich noch nichts Negatives irgendwo finden können, im Gegenteil!
    Wenn ich das Ding ein paar Wochen im Betrieb habe, werde vielleicht mal einen kleinen Bericht schreiben!

    beste Grüße,
    Frank

  3. Super Blogartikel und Videos dazu… die Verbrauchswerte haben wir mal überprüft, die passen, – wir haben´s zwar nur beim Automower305 überprüft, dies ist aber mehr oder weniger das gleiche Modell, hat nur ein anderes Chassis und eine leicht veränderte Software. (Husqvarna hat vor kurzem Gardena „geschluckt“ und vertreibt jetzt den 305er unter einem anderen Chassis über die Gardena-Baumarkt-Schiene)
    Viele Grüße
    Michael

  4. Wow, vielen Dank für diesen tollen Artikel! Genau das habe ich gesucht. Der Artikel wird gleich als Lesezeichen gespeichert. :) Vielen Dank und ein wirklich toller Blog.

    Viele Grüße
    Thomas

  5. Moin Gunnar und Holger,

    Kann man den Roboter auch auf ein Rasenstück setzten und dort mähen lassen, wenn dieses völlig vom Rest des Gartens getrennt ist – ohne Ladestation etc.?

    viele Grüße,
    Stefan

  6. Der Bericht hat mir letztes Jahr bei meiner Kaufetnscheidung geholfen!
    Mein R40Li leistet seit letztem Jahr bei uns im Garten seine Dienste!

    Es ist unser erster Mähroboter, deshalb habe ich keinen Vergleich zu anderen Modellen. Aber ich muss sagen ich bin wunschlos glücklich und würde ihn gegen keinen herkömmlichen Mäher mehr tauschen wollen. Er ist unglaublich leise und reduziert meine Arbeit was den Rasen betrifft nahezu auf null .Der einzige Nachteil, der mir spontan einfällt, sind die hohen Anforderungen bei der Platzwahl der Ladestation, da sie innerhalb der Installation stehen muss. Wenn man aber etwas Grün hier und da pflanzt, kann man das klobige Teil aber auch gut kaschieren/verstecken. Bis auf dieses kleine Manko, wars eine der sinnvollsten Anschaffungen im letzen Jahr!

    Beste Grüße Josef

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.