Quooker Fusion – Kochendes Wasser aus dem Wasserhahn

Es gibt in der Küche wohl kaum eine Tätigkeit, die so häufig durchgeführt wird, wie das Kochen von Wasser. Kochendes Wasser wird ständig benötigt z.B. um Gemüse, Nudeln, Reis oder Eier zu Kochen. Aber auch, um sich mal zwischendurch einen Tee, Kaffee oder ein Instant-Getränk zu machen. Natürlich gibt es noch andere Bereiche, wo wir kochend heißes Wasser brauchen. Die Allermeisten werden dazu einen Wasserkocher oder einen Topf benutzen und viele filtern ihr Wasser vorher noch.

Kochendes Wasser aus dem Wasserhahn

Wir möchten in diesem Beitrag ein Produkt vorstellen, dass das Wasserkochen revolutioniert: Den Fusion von Quooker.

Die holländische Firma Quooker stellt bereits seit 25 Jahren Wasserhähne her, die sofort kochend heißes, also 100°C heißes Wasser liefern. Die Betonung liegt dabei auf sofort. Es gibt keine Wartezeit, dass kochende Wasser ist immer verfügbar.

Warum wir uns für den Quooker Fusion entschieden haben

Wir haben bereits vor einigen Jahren von Quooker gehört. Damals gab es das so genannte Twin-Tap-System und bestand noch aus zwei Hähnen: die normale Mischbatterie und der Hahn für kochendes Wasser. Da wir aber nicht wussten, wo wir den zweiten Hahn unterbringen sollten, warteten wir erst Mal ab. Das Warten ist jetzt vorbei, denn seit Kurzem gibt es den Quooker Fusion. Dieser ersetzt die normale Mischbatterie und liefert kaltes, warmes und kochendes Wasser aus nur einem Hahn (das Twin-Tap-System ist natürlich weiterhin verfügbar).

Warum wir generell einen Kochend-Wasser-Hahn haben wollten liegt auf der Hand: Es ist unheimlich praktisch! Aber natürlich nicht nur das. Mit einem solchen System spart man Energie, Wasser, Zeit und Platz auf der Küchenarbeitsfläche, denn den Wasserkocher und den Wasserfilter benötigt man nicht mehr.

Schlicht und elegant, der neue Fusion von Quooker

Schlicht und elegant, der neue Fusion von Quooker

Der Fusion in Aktion

Der Fusion in Aktion

Wie funktioniert der Quooker Fusion?

Ein Quooker Fusion besteht aus der Mischbatterie, also dem Wasserhahn und dem Reservoir, welches das Wasser erhitzt, filtert, speichert und bei Bedarf mit kaltem Wasser mischt. Die meiste Technik sitzt also unterhalb der Arbeitsplatte.

Das Reservior ist also auch eine Art „Boiler“ und erhitzt das Wasser auf 110°C und speichert es. Sinkt die Temperatur ab, heizt es wieder kurz auf. Das Reservoir gibt es in verschiedenen Varianten, die Combi-Modelle haben ein Fassungsvermögen von 7 Litern, der PRO3-VAQ von 3 Litern.

Wird kochendes Wasser angefordert, strömt es durch einen Aktiv-Kohlefilter mit 100°C aus dem Hahn. Durch die hohe Temperatur bleibt der Filter steril, so dass kein Legionellen-Risiko besteht. Wenn das Wasser dann in der Tasse oder dem Topf ist hat es noch eine Temperatur von ca. 95 °C, ideal also für Tee.

Energie sparen

Die meisten werden sich jetzt sicherlich fragen, wie man denn mit dem Quooker Energie sparen kann, wenn er das Wasser ständig auf so hoher Temperatur halten muss. Einerseits weil das Reservoir mit einer Hochvakuum-Isolation ausgestattet und so das mit Abstand sparsamste Gerät zur Warmwasserversorgung in der Küche ist. Andrerseits, weil man zum Kochen von z.B. Nudeln bereits fast 100°C heißes Wasser in den Topf füllen kann und es nicht komplett auf dem Herd erhitzen muss. Der Herd, muss praktisch nur noch den Topf auf Temperatur bringen, was durch das heiße Wasser ebenfalls schneller geht. So sprudelt das Wasser im Topf nicht erst nach 10, sondern nach ca. 2 Minuten (gemessen bei einem Liter Wasser). Man spart also nicht nur Zeit, sondern auch einiges an Energie.

Natürlich verbraucht auch der Quooker Strom, dies sind pro Tag aber nur ca. 5 Cent, was sehr wenig ist.

Wasser sparen

Hier haben wir auch ein sehr hohes Sparpotential. Wir kennen das Alle: Man kommt in die Küche und braucht warmes Wasser. In der Leitung ist aber noch jede Menge kaltes Wasser. Da wir das nicht benötigen, lassen wir es ungenutzt in den Ausguss laufen. Das sind im Jahr in unserem Haushalt unglaubliche 4.200 Liter Wasser die wir einfach so wegkippen und das nur in der Küche!

Mit dem Quooker gehört auch das, je nach Reservoir-Typ, der Vergangenheit an, denn die Combi Modelle liefern auch sofort warmes Wasser. Durch ein Mischventil wird nämlich das noch kalte Wasser mit dem heißen Wasser des Reservoirs gemischt, bis die Warmwasserversorgung es selbst in der gewünschten Temperatur liefern kann.

Zeit sparen

Über den Zeitfaktor haben wir ja bereits berichtet. Dadurch dass das warme und kochende Wasser sofort da ist, geht alles viel schneller. Die schnelle Tasse Instant-Kaffee ist sofort fertig, beim Tee hat man nur noch die Zieh-Zeit und auch das Zubereiten von Speisen, für die man kochendes Wasser benötigt, geht viel schneller, weil der Herd das Wasser nicht mehr erhitzen muss.

Die Sicherheit

Bliebe jetzt nur noch die Sicherheit, aber auch dafür ist gesorgt. Das Kochend-Wasser wird nicht über den Hebel für Kalt- und Warm-Wasser entnommen, sondern über einen speziellen Ring am Hahn, den man zwei Mal herunterdrücken und dann drehen muss. Erst dann fließt kochendes Wasser aus dem Hahn. Durch einen roten LED-Ring an der Mischbatterie, wird auch noch mal deutlich gemacht: Vorsicht, heiß!

Mit diesem Ring wird das kochende Wasser gezapft

Mit diesem Ring wird das kochende Wasser gezapft

Gerät man trotzdem einmal mit der Hand in den heißen Wasserstrahl, wird man sich nicht sofort verbrühen, da mit dem kochenden Wasser sehr viel Luft aus dem Hahn strömt um Verbrennungen zu vermeiden.

Auch den Wasserhahn kann man nach der Entnahme von kochendem Wasser noch anfassen, da dieser doppelwandig ist.

Der Preis

Ein Quooker-System ist bei der Anschaffung zuerst natürlich nicht billig, das hätte jetzt wohl auch niemand erwartet. Das ist aber bei den meisten Dingen so, durch die man am Ende sparen wird. Nach ein paar Jahren wird sich der Kauf amortisiert haben. Vorher wird man sich aber auch einfach über den praktischen Nutzen freuen können, die ein Quooker hat, denn man benutzt ihn wirklich jeden Tag. Hier könnt ihr den Konfigurator aufrufen und den Preis eures Quooker errechnen.

Der Einbau

Ein Quooker sollte in jeder Küche eingebaut werden können. Unser Küchenschrank unter der Spüle ist nur sehr schmal und hat zudem noch einen Auszug. Aber auch da hat es bestens geklappt. Der Einbau sollte unbedingt von einem Fachmann vorgenommen werden, da es sehr viel zu beachten gibt. Der Einbau kann je nach Küchen-Situation und Gerät 2 bis 4 Stunden dauern.

Der Einbau sollte unbedingt von einem Installateur vorgenommen werden

Der Einbau sollte unbedingt von einem Installateur vorgenommen werden

Unser Fazit

Seit wir den Quooker Fusion haben, wurde der Wasserkocher überhaupt nicht mehr benutzt und ist jetzt auch ganz aus der Küche verschwunden. Wir sind echt begeistert und wundern uns selber, dass wir so viel Spaß mit einem Wasserhahn haben.

Den Fusion gibt es derzeit in zwei Varianten: „Square“, also eckig wie bei uns und „Round“ mit einem runden Auslauf. Bei beiden kann man zwischen den Oberflächen verchromt glänzend und verchromt gebürstet wählen, für die wir uns entschieden haben.

Die zwei Formen des Fusion. Beide gibt es in Chrom oder Chrom gebürstet

Die zwei Formen des Fusion. Beide gibt es in Chrom oder Chrom gebürstet

Video Reviews

In Unseren Video-Reviews erklären wir noch mal den Quooker Fusion und zeigen ihn natürlich auch in praktischen Anwendungsbeispielen. In ca. zwei Monaten werden wir hier nochmal berichten, wie sich der Quooker bei uns macht. Solltet ihr Fragen haben, beantworten wir sie natürlich gerne.


Auf YouTube anschauen


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10 Replies to “Quooker Fusion – Kochendes Wasser aus dem Wasserhahn”

  1. Ein wirklich geniales System das ich am liebsten auch sofort ordern würde. Wobei wir dank Induktionsofen ganz gut versorgt werden und das Wiener Wasser auch nicht gefiltert werden muss… Dennoch, wirklich genial. Und vielen Dank für die ausführlichen Videos!!

    1. Die Filterung des Wassers war natürlich nicht der Hauptgrund für diese Anschaffung. Das Teil ist einfach unheimlich praktisch. Ein schneller löslicher Kaffee zwischendurch z.B. ist wirklich in Sekunden fertig, oder der Tee muss nur noch ziehen. Gemüse blanchieren geht jetzt praktisch mit dem Wasserhahn und und und…

  2. Ja, gerade für Gemüse und Nudeln würde es mich durchaus auch interessieren. Löskaffee trink‘ ich nicht, dazu hab ich ja Nespresso. Aber auch für Tee wäre es interessant und könnte den Wasserkessen, so schön er auch ist, durchaus ablösen.

    Bei uns wird es sich nur leider nie rentieren von den Kosten. Das Passivhaus mit Wärmepumpe und der Induktionsherd sind einfach schon so effizient dass es ein reiner Komfortfaktor wäre. Und 1600EUR ist dann leider zu viel.

    Aber schön wär’s schon :-)

  3. Vielen Dank für diese Vorstellung! Nun muss ich dann aber auch schleunigst „mitschnacken“, nachdem ich hier schon ziemlich lange (nur) mitlese. Also ersteimal danke für diesen Blog! Von diesen Systemen hab ich schon ein paar mal gelesen, habe Diese allerdings nur für gewerblichen Nutzen als sinnvoll gesehen. Ihr habt mich da nun eines Besseren belehrt. Ich glaub echt, dass ich mir das mal durchrechne…

  4. Sehr geerhrte Damen und Herren,
    bitte beantworten Sie folgende Frage:
    Wie verhält sich der „Quooker“ im Winter bei Minustemperaturen, wenn er in dieser Zeit nicht genutzt wird? Gibt es eine Ausfallgrantie bei Frost?

    Mit freundlichen Grüßen

    Werner Stein

  5. Schon überzeugend. Aber wue sieht es mit der Verkalkung aus?
    Wo Wasser hoch erhitzt wird, lagert sich Kalk ab. Wie oft und auf welche Art muss entkalkt werden, bzw. wie lang ist die Lebensdauer?

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